Die Verschlussmethode

Die älteste und wahrscheinlich beste und einfachste Methode ist die von den alten Chinesen angewandte und von Wu Hsien anschaulich beschriebene:

1. Die Verschlussmethode ist dasselbe, wie wenn man den Gelben Fluss mit der Hand anzuhalten versuchte. Ein heftiger Mann wird mehr als dreißig Tage Übung brauchen, um sie zu erlernen. Ein sanfter Mensch kann sie viel schneller lernen, gewöhnlich reicht die Hälfte der Zeit aus. Wer die Methode einen Monat lang sorgfältig studiert, dessen kostbarer Schatz ( der Samen, das ching) wird ziemlich sicher sein.

2. Die Verschlussmethode hat den Vorteil, dass ihre Anwendung einfach ist. Zum Beispiel kann ein Mann, während er nach dem Schema, dreimal flach und einmal tief stößt, Augen und Mund schließen und tief, aber sachte durch die Nase atmen, damit er nicht anfängt zu keuchen. Wenn er das Gefühl hat, dass er bald die Beherrschung verliert, kann er das Becken mit einer einzigen schnellen Bewegung anheben, seinen Jadeschaft ein paar Zentimeter herausziehen und in dieser Stellung verharren, ohne sich zu bewegen. Dann kann er tief durch das Zwerchfell atmen und gleichzeitig den Unterleib zusammenziehen, wie wenn er Harndrang verspürt. Dadurch, dass er daran denkt, wie wichtig es ist, dass er sein ching hütet und nicht wahllos verschwendet, wird er sich, tief atmend, bald beruhigen. Dann kann er seine Stöße wiederaufnehmen.

3. Wichtig ist, dass er sich zurückzieht, wenn er gerade angefangen hat, erregt zu sein. Wenn er sich erst zurückzieht, nachdem er bereits sehr erregt ist, und dann versucht, sein ching zurückzuzwingen, wird das ching nicht wiederkommen und stattdessen in seine Blase oder sogar in seine Nieren gehen. Wenn das geschieht, kann es zu Schmerzen in Blase und Dünndarm und geschwollenen und schmerzenden Nieren kommen.

4. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Verschlussmethode ausgezeichnet ist, dass man sie aber anwenden muss, wenn man gerade anfängt, erregt zu sein. Es ist viel besser, sich zu früh zurückzuziehen als zu spät. Wenn der Mann diese Methode anwendet, ist er in der Lage, den Erguss recht bequem zu steuern, ohne seinen Jadeschaft erschlaffen zu lassen. Er kann auf diese Weise Energie sparen und wird sich herrlich gelassen fühlen. Aber er sollte sein ching nicht ergießen, bevor er mindestens fünftausend Stöße getan hat. Wenn er die Verschlussmethode mit der tiefen Zwerchfellatmung verbindet, ist seine Ausdauer fast unbegrenzt. Dann wäre es ihm sogar möglich, zehn Frauen an einem Abend zu befriedigen.“

Das kann ich nur bekräftigen. 5000 ist hier nicht nur eine imaginäre Zahl, die „viele oder eine Menge“ ausdrücken soll.

Für einen Taoisten ist dies normal. Ich habe mal nachgerechnet und bin sogar auf 10 Tausend und mehr Stöße in einer Nacht gekommen. Und das Tollste ist. Man würde am liebsten weitermachen.

Das bedeutet aber nicht, dass man frustriert ist, wenn man nicht weitermacht. Das Gefühl, ich nenne es den Tao-Orgasmus, hält stunden- und tagelang an. Aber vor allem das Gefühl, dass man immer, zu jeder Tageszeit, in der Lage ist, eine Frau zu befriedigen, ist überwältigend.

Das hat aber nichts mit Stolz zu tun. Stolz ist hier fehl am Platze. Es geht ja, bitte nicht vergessen, immer um die Liebe. Und wir erinnern uns hoffentlich daran.

Liebe ist an den anderen denken und nicht an sich selbst.

Ansonsten ist hier nichts mehr hinzuzufügen. Chang erklärt hier sehr gut, wie man die Kontrolle über die Ejakulation halten kann. Und ich kann es nur bezeugen. Es funktioniert wirklich. Haltet durch. Drei Wochen trainieren. Und der Lohn, ein euphorisches Liebesleben das ganze Leben lang.

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