Die Weisheit der Liebe

Der Tod: Die größte Bedrohung materieller Existenz

Was glaubt ihr wohl, worin sonst der Nutzen eurer gegenwärtigen Tätigkeit liegen sollte? Nur der Tod wartet auf euch. Ihr seid so stolz auf eure von wissenschaftlichem Denken geprägte Zivilisation, und ihr prahlt damit so sehr, aber am Ende erwartet euch der Tod, sei es nun der Tod durch den atomaren Blitz oder der natürliche Tod. Ihr könnt dem Tod nicht entgehen. Ein englischer Dichter hat einmal geschrieben:

»Den Stolz des Wappens, den Prunk der Macht,

all das, was euch Schönheit und Reichtum je gegeben,

all das erwartet die gleiche unvermeidbare Stunde.

Die Wege des Ruhmes führen zuletzt doch nur ins Grab.«

Thomas Grey, Elegy in a Country Churchyard

Und ihr kümmert euch nicht einmal um diese größte Gefahr, die euch droht. Ihr behauptet von euch, große Denker und berühmte Männer zu sein, und daß euch der Respekt der Gesellschaft gebührt; aber das eigentlich unvermeidliche Problem für jedes einzelne Atom in dieser Welt hier, das ist der Tod. Was tragt ihr dazu bei, das größte Unheil zu bannen, das darauf wartet, jedermann zu verschlin­gen, den Wissenschaftler genau wie das Insekt und den Virus? Wie sieht eure Lösung für das Problem des Todes aus? Habt ihr schon irgendwelche Schritte getan, um dieser allumfassenden Gefahr Einhalt zu gebieten? Was ihr jetzt betreibt, ist Ausbeutung, und als Reaktion darauf begünstigt ihr damit eine niedrigere Art des Lebens. Ihr beutet die Natur aus, und jeder einzelne, der daraus auch nur den geringsten Nutzen zieht, wird auf Heller und Pfennig dafür bezahlen müssen.

„Jede Aktion zieht eine gleichartige entgegengesetzte Reaktion nach sich.“ So lautet eure Feststellung, doch was habt ihr bisher getan, um dieser Einsicht gerecht zu werden? Stattdessen gefährdet ihr das Schicksal der ganzen Welt durch eure faszinierenden Ange­bote für ein scheinbar behagliches und sorgenfreies Leben. Was soll das? Ihr vermeidet es, euch mit der größten unvermeidlichen Gefahr auseinanderzusetzen, und deshalb ist euer Leben eine sinnlose Mißwirtschaft. In einem gewissen Sinne seid ihr sogar Verräter an der Gesellschaft. Tretet dem wirklichen Problem mutig gegenüber und versucht es zu lösen, dieses Problem, das für alle die größte Bedrohung darstellt. Oder räumt das Feld und zieht euch zurück. Überlaßt es uns. Wir werden beweisen, daß die Welt ein Ort voll­

kommenen Glückes ist: visvam purna sukhayate.

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