Wie oft kann ein Mann ejakulieren?

Chang: „Ein Mann kann auch lange und bei guter Gesundheit leben, wenn er sich zweimal im Monat oder Vierundzwanzigmal in 1 Jahr ergießt. Wenn er gleichzeitig auf gesunde Ernährung achtet und sich regelmäßig Bewegung verschafft, kann er ein hohes Alter erreichen.

Er stellt dann noch andere Richtlinien auf:

Ein Zwanzigjähriger kann einmal alle vier Tage einen Erguss haben.

Ein Dreißigjähriger kann einmal alle acht Tage einen Erguss haben.

Ein Vierzigjähriger kann einmal alle zehn Tage einen Erguss haben.

Ein Fünfzigjähriger kann einmal alle zwanzig Tage einen Erguss haben.

Ein Sechzigjähriger sollte sich nicht mehr ergießen. Wenn er jedoch außergewöhnlich kräftig und gesund ist, kann er sich einmal im Monat ergießen.“

Das einfache Mädchen: „Wenn ein Mann einmal liebt; ohne seinen Samen preiszugeben, wird das seinen Körper kräftigen. Wenn er zweimal liebt, ohne ihn preiszugeben, werden seine Augen und Ohren besser arbeiten. Beim dritten Mal verschwinden alle Krankheiten. Beim vierten Mal wird er den Frieden der Seele finden. Beim fünften Mal werden Herz- und Blutkreislauf neu belebt. Beim sechsten Mal werden seine Lenden gestärkt: Beim siebten Mal werden Gesäß und Schenkel gekräftigt. Beim achten Mal wird seine Haut zart. Beim neunten Mal wird er ein langes Leben erreichen. Beim zehnten Mal wird er sein wie ein Unsterblicher.“

„Wie viele alte taoistische Texte, ist auch dieser eine dichterische Übertreibung und nicht wörtlich zu nehmen. Die Übertreibung diente dem Autor nur dazu, das, was er sagen wollte, zu unterstreichen – dass ein Mann sparsam mit seinem Samen umgehen soll, indem er seine Ejakulation beherrscht.“

Es ist wahr, dass sich „Das Tao der Liebe“ positiv auf die Gesundheit bemerkbar macht.

Ich hatte, als ich einen regen Geschlechtsverkehr hatte, eine Puls von 50, wie ein Leistungssportler. Die Ärzte schauten auf meinen Bauch und wiederholten die Messung oft ein paar Mal, weil sie es nicht glauben konnten. Denn ich sah nicht wie ein Leistungssportler aus.

Auch heute kenne ich keine Kopf- oder Bauchschmerzen. Erkältet bin ich vielleicht ein Mal alle paar Jahre. 

Natürlich, da ich jetzt schon etwas älter bin, hat auch meine Karosserie die ersten Beulen. Aber meine Blutwerte sind immer noch erstklassig.

Aber sogar der beste Taomeister wird sterben, eventuell bei exzellenter Gesundheit.

Es gibt demnach viele gute Gründe, das Tao zu praktizieren und auf die Ejakulation zu verzichten. Und es macht echt Spaß. Den man nicht hat, wenn man auf süßen Kuchen verzichtet.

Eine gute Ernährung unterstützt naturgemäß den Lernprozess und die euphorischen Gefühle beim Tao. Eine vegetarische Ernährung ist eine gute Voraussetzung, um das Tao zu erlernen und verstärkt das Vergnügen. Ein zu großer Fleischgenuss stört beim Lernprozess. Körper und Seele sind ja engstens miteinander verbunden.

Chang: „Niemand sollte sich zum Sklaven eines bestimmten Ejakulations-Solls machen. Die Häufigkeit hängt auch von äußeren Faktoren ab. Wenn ein Mann in einer Woche besonders schwer arbeiten muss, hat er vielleicht das Bedürfnis, seltener zu ejakulieren. Wenn er im Urlaub ist, möchte er vielleicht häufiger ejakulieren.

Wenn man beim Erlernen der Ejakulationskontrolle in der ersten Zeit einen Druck in den Hoden verspürt, so ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Viele Männer bekommen es dann gleich mit der Angst zu tun und geben auf. Ejakulationskontrolle ist eine Geschicklichkeitssache wie jede andere und muss also geübt werden. Wenn man sie erst einmal ganz beherrscht, wird der Körper sich daran gewöhnen, und es wird die natürlichste Sache von der Welt sein.“

Ja, das kann ich bescheinigen. Es wird zur natürlichsten Sache der Welt. Es geht überdies so weit, dass man nichts kontrollieren muss, weil man schier kein Bedürfnis verspürt zu ejakulieren. Deshalb sollte man immer im Du-Modus (Liebes-Modus) sein und den Ich-Modus (das falsche Ego) ausschalten. Dann ist Ejakulation kein Problem und wir beginnen zu schweben. Mann und Frau.

Chang: „Das Geheimnis aber besteht darin, den Erguss nicht zu erzwingen, selbst wenn die Schönheit der Partnerin einem den Kopf verdreht. Wer die Ejakulation erzwingt, wird sich alle möglichen Krankheiten zuziehen.“

Su-Nü: „Die Männer heute sterben deshalb oft schon in jungen Jahren, weil sie das Geheimnis des Taos nicht kennen. Sie sind jung und leidenschaftlich und ergießen ihr Ching wahllos. Das ist, als ob sie die Wurzel ihres Lebens abschneiden und seinen Quell zuschütten. Wie können sie da erwarten, lange zu leben?“

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Workshop in Berlin – Das Tao der Liebe